Walhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Nohfelden im schönen Saarland.
385 m über NN. Zur Zeit 820 Einwohner (Stand: Sept. 04). Der am höchsten Punkt der Nahebahn und der an der früheren Römerstraße Metz - Tholey - Mainz gelegene Ort wird erstmals 1333 in einer Pfändungsurkunde erwähnt.
Ob der Name auf einen Vornamen oder aber auf den nahen Buchwald zurückgeht, ist ungeklärt.
Eine ausgedehnte römische Siedlung und eine Turmhügelburg (Motte), sollen sich im Distrikt „Hahnhauser Mauer“ befunden haben. Das Schicksaal des Dorfes war seit dem 14. Jahrhundert eng mit der Nohfelder Burg verbunden. Walhausen stellte um 1600 einen Schöffen zum Hubengericht in Hirstein und den Scharfrichter des Amtes Nohfelden. Den Aberglauben der damaligen Zeit nutzte der sog. „Nachrichter von Walhausen“, der als Zauberer und Segenssprecher großen Zulauf gehabt haben soll.
Ehe der Ort zum Sitz einer Mairie für die Dörfer Asweiler, Eitzweiler, Mosberg-Richweiler und Steinberg wurde, fanden auf dem „Walhausener“ Bann Gefechte zwischen Franzosen und Österreichern statt.
Mit dem Ausklang des 18. Jahrhunderts, nicht zuletzt auch durch die Auswirkungen der Französischen Revolution, ging der Erzbergbau bei Walhausen und seinen Nachbardörfern Mosberg- Richweiler, Wolfersweiler und Gimbweiler seinem Ende zu. Über 300 Jahre Bergbaugeschichte fand ihren Ausklang. Auch für die Nohfeldener Erzschmelze war das Ende gekommen. Alle Anstrengungen danach, wieder Erzbergbau in dieser Region zu betreiben, sind gescheitert. Lediglich die Überreste der großzügigen Bergwerksanlage sind heute noch stumme Zeugen einer früher blühenden Montanindustrie in der Gemeinde Nohfelden (Saarland). Das Bergwerk stand während seiner Blütezeit (ca. 1454- 1792) unter “Hochfürstlich- Pfalz- Zweibrückischer Herrschaft”. Das Hauptabbaugebiet lag nahe bei dem Ort Walhausen (Saar). Zu dem Bergwerk gehörte eine Kupfer- und Silberschmelzhütte mit dem zentralen Standort Nohfelden. Mit dem Ziel, Teile des Bergwerks nach den gesetzlichen Bestimmungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde 1995 der Historische Bergwerksverein Walhausen e.V. gegründet. Der Historische Bergwerksverein Walhausen hat zur Zeit knapp 100 Mitglieder.
Die schon zur Tradition gewordenen Köhlertage finden in 4-5 Jahresabständen in Walhausen statt. http://www.koehlertage.de/
Neben diesem Großevent werden jährlich viele Vereinsfeste (z.B. Sportfest des FC Walhausen), die Walhauser Kirmes und ein Weihnachtsmarkt gefeiert.
1977 wurde der Jugendchor 77 Walhausen gegründet, der heute noch als Chor "Just Voices" besteht.
Die Walhauser Köhlerinnen und Köhler nahmen 2001, zusammen mit den Bergleuten des Historischen Bergwerksvereins, am Oktoberfestzug in München teil. 2005 gab es eine Teilnahme beim Festumzug zum „Cannstatter Wasen“ in Stuttgart, 2007 am Rheinland- Pfalz- Tag in Baumholder.
Auch bei zahlreichen Saarland-Tagen, Bundes- u. Landestrachtenfesten wurde mit Umzugsgruppen teilgenommen.