Walhausen

Walhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Nohfelden im schönen Saarland.

385 m über NN. Zur Zeit 820 Einwohner (Stand: Sept. 04). Der am höchsten Punkt der Nahebahn und der an der früheren Römerstraße Metz - Tholey - Mainz gelegene Ort wird erstmals 1333 in einer Pfändungsurkunde erwähnt.

Geschichte

Ob der Name auf einen Vornamen oder aber auf den nahen Buchwald zurückgeht, ist ungeklärt.

Eine ausgedehnte römische Siedlung und eine Turmhügelburg (Motte), sollen sich im Distrikt „Hahnhauser Mauer“ befunden haben. Das Schicksaal des Dorfes war seit dem 14. Jahrhundert eng mit der Nohfelder Burg verbunden. Walhausen stellte um 1600 einen Schöffen zum Hubengericht in Hirstein und den Scharfrichter des Amtes Nohfelden. Den Aberglauben der damaligen Zeit nutzte der sog. „Nachrichter von Walhausen“, der als Zauberer und Segenssprecher großen Zulauf gehabt haben soll.

Ehe der Ort zum Sitz einer Mairie für die Dörfer Asweiler, Eitzweiler, Mosberg-Richweiler und Steinberg wurde, fanden auf dem „Walhausener“ Bann Gefechte zwischen Franzosen und Österreichern statt.

1794 besetzten die Franzosen die linksrheinischen Gebiete des Reichs, am 17. Oktober 1797 wurde durch den Frieden von Campo Formio das Gebiet des Fürstentums auch formell Frankreich einverleibt. Die bisherige territoriale Gliederung erreichte ein Ende und wurde ersetzt durch die französische Gebietseinteilung nach Departements, Arrondissements und Mairien mit Präfekten bzw. Unterpräfekten bzw. Maires an der Spitze. Wahl- und Friedensgerichtsbezirke waren die Kantone. Das Birkenfelder Gebiet kam zum „Département de la Sarre“, mit dem Sitz Trier und wurde folgenden Kantonen zugeteilt: Birkenfeld : Birkenfeld, Achtelsbach, Leisel, Niederbrombach Herrstein: Herrstein, Oberstein, Fischbach Baumholder: Nohfelden, Noh (dieses Mairie Baumholder) Wadern: Neunkirchen Rhaunen (Kanton und Mairie): Bundenbach Hermeskeil: Sötern (Mairie Otzenhausen) St . Wendel (Arr. Saarbrücken): Walhausen Auch kirchlich wurde das Gebiet neu organisiert. Achtelsbach kam zum ref. Lokalkonsistorium Kusel; Birkenfeld, Leisel, Niederbrombach, Nohen, Sötern und Nohfelden zum luth. Lokalkonsistorium Birkenfeld; Idar, Oberstein Herrstein, Niederwörresbach, Hosenbach, Veitsrodt, Bergen, Wickenrodt und Weierbach zu dem von Idar. Nach dem Rheinübergang Blüchers in der Neujahrsnacht 1814 war das Land bald vom Feinde befreit, kam Januar 1814 unter gemeinschaftliche Verwaltung der Verbündeten und wurde dem Generalgouverneur vom Mittelrhein mit dem Sitz in Trier unterstellt. Schon Juni 1814 aber ging das Gebiet südlich der Mosel in gemeinschaftliche Verwaltung von Österreich und Bayern über mit der Landes-Administrations-Kommission in Kreuznach als Oberbehörde. Durch die Schlussakte des Wiener Kongresses (9. Juni 1815) und den Zweiten Pariser Frieden (20. November 1815) fiel das Rheinland mit den Kreisen Saarbrücken, Saarlouis, Ottweiler und Merzig an Preussen, wobei dieses durch Art. 49 der Kongressakte verflichtet wurde, ein Gebiet des ehemaligen Saardepartements mit 69000 Seelen an Sachsen-Coburg, Oldenburg, Hessen-Homburg, Mecklenburg-Strehlitz und die Grafen von Pappenheim abzutreten. Bei Oldenburg handelte es sich um eine Entschädigungen für die durch Frankreich erlittenen Einbussen. Während sich die beiden letzten durch Geld abfinden liessen, erhielten die übrigen ihren Anteil im südlichen Rheinlande: Hessen-Homburg den Kanton Meisenheim und kleinere Zutaten; Sachsen-Coburg den Kreis St. Wendel; Oldenburg die Kantone Birkenfeld, Herrstein und eine Anzahl Gemeinden aus den benachbarten Kantonen. Am 9. April 1817 wurde das Gebiet an Oldenburg übergeben und am 16. April vom Herzog von Oldenburg als Fürstentum Birkenfeld übernommen.

Archiv Ev. Kirche des Rheinlandes

Mit dem Ausklang des 18. Jahrhunderts, nicht zuletzt auch durch die Auswirkungen der Französischen Revolution, ging der Erzbergbau bei Walhausen und seinen Nachbardörfern Mosberg- Richweiler, Wolfersweiler und Gimbweiler seinem Ende zu. Über 300 Jahre Bergbaugeschichte fand ihren Ausklang. Auch für die Nohfeldener Erzschmelze war das Ende gekommen. Alle Anstrengungen danach, wieder Erzbergbau in dieser Region zu betreiben, sind gescheitert. Lediglich die Überreste der großzügigen Bergwerksanlage sind heute noch stumme Zeugen einer früher blühenden Montanindustrie in der Gemeinde Nohfelden (Saarland). Das Bergwerk stand während seiner Blütezeit (ca. 1454- 1792) unter “Hochfürstlich- Pfalz- Zweibrückischer Herrschaft”. Das Hauptabbaugebiet lag nahe bei dem Ort Walhausen (Saar). Zu dem Bergwerk gehörte eine Kupfer- und Silberschmelzhütte mit dem zentralen Standort Nohfelden. Mit dem Ziel, Teile des Bergwerks nach den gesetzlichen Bestimmungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde 1995 der Historische Bergwerksverein Walhausen e.V. gegründet. Der Historische Bergwerksverein Walhausen hat zur Zeit knapp 100 Mitglieder.

2007 Wiedergefunden, von Klaus W. Stephan (+ 12/2010).

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Personen mit Walhausener Wurzeln

Elmar Peiffer

Link:Elmar Peiffer


Jörg Franzmann

Landrat Axel Redmer verlieh 2004, an den aus Walhausen stammenden Jörg Franzmann, die Landesehrennadel

„Das ehrenamtliche Engagement zeichnet unsere Region aus“ würdigte Landrat Axel Redmer die Leistung von Jörg Franzmann und verlieh ihm im Namen des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck die Landesehrennadel.

Tragende Funktionen übernahm Jörg Franzmann aus Birkenfeld 10 Jahre lang als Mitglied im Verbandsgemeinderat Birkenfeld und als 1. Ortsbeigeordneter von Siesbach. Von 1979 bis 1994 war er Mitglied im Ortsgemeinderat von Siesbach und seit sieben Jahren gehört er dem Stadtrat von Birkenfeld an. Dazu kommen noch verschiedene Vereinstätigkeiten. Herr Franzmann wurde für sein ehrenamtliches Engagement bereits mit der Verdienstplakette der Verbandsgemeinde Birkenfeld in Bronze und mit der Ehrenurkunde des Gemeinde- und Städtebundes ausgezeichnet.

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Jörg Franzmann

Quelle: Stadt Birkenfeld

Links

Religionsstreit ("Der evangelisch - Reformirten zu Wolffersweyler im Hertzogthum Zweydrücken"): Buch, "Europaische Staats-Cantzley"Nr.:56(Seite 40-100)

Buch, "Europaische Staats-Cantzley"Nr.:57((Religionsstreit, "der evangelisch - Reformirten zu Wolffersweyler im Hertzogthum Zweydrücken" Seite 140-224)

Kupferbergwerk

Walhausen anno dazumal 1

Walhausen anno dazumal 2

Seltener Fund bei Walhausen

So könnte die "Walhausener Turmhügelburg" (Motte) ausgesehen haben

Quelle:www.turmhuegelburg.de/

Sagen u. Geschichten

"Naudin"- Karte (Feld 4/4 anklicken, dann an Pfeilen navigieren u. Walhausen suchen).

Deutsches Telefon-Museum

Familiendatei

Kultur

Die schon zur Tradition gewordenen Köhlertage finden in 4-5 Jahresabständen in Walhausen statt. http://www.koehlertage.de/

Neben diesem Großevent werden jährlich viele Vereinsfeste (z.B. Sportfest des FC Walhausen), die Walhauser Kirmes und ein Weihnachtsmarkt gefeiert.

1977 wurde der Jugendchor 77 Walhausen gegründet, der heute noch als Chor "Just Voices" besteht.

FC-Walhausen-Fair-Play-Rangliste, Platz 1

Wappen

Das Walhauser Wappen

Teilnahme am Münchner Oktoberfest...

Die Walhauser Köhlerinnen und Köhler nahmen 2001, zusammen mit den Bergleuten des Historischen Bergwerksvereins, am Oktoberfestzug in München teil. 2005 gab es eine Teilnahme beim Festumzug zum „Cannstatter Wasen“ in Stuttgart, 2007 am Rheinland- Pfalz- Tag in Baumholder.

Auch bei zahlreichen Saarland-Tagen, Bundes- u. Landestrachtenfesten wurde mit Umzugsgruppen teilgenommen.